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Tolle Auszeichnung

Gleich zwei RND-Redakteure bekommen Stipendien der Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung.

Wenn uns solche Nachrichten erreichen, freuen wir uns beim RedaktionsNetzwerk Deutschland besonders: Mit Marina Kormbaki (33) und Patrick Hoffmann (29) gewinnen zwei engagierte Kollegen Stipendien der Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung. Ihre Ideen für Recherchen im Ausland haben die Jury der Stiftung überzeugt. Die Stipendien sind mit mehreren Tausend Euro dotiert. „Das ist eine tolle Anerkennung für zwei unserer jüngsten Leute im Team“, freut sich RND-Chefredakteur Matthias Koch.

Marina Kormbaki bearbeitet beim RND vor allem die Schwerpunkte Europa- und Migrationspolitik, berichtet nahezu täglich von den neuesten Entwicklungen im griechischen Schuldendrama. Mit ihrem Stipendium möchte sie eine Reise in den Kosovo unternehmen, um zu verstehen, warum Zehntausende Menschen momentan aus einem Land flüchten, für dessen Gründung ihre Brüder, Schwestern und Väter noch vor wenigen Jahren ihr Leben gegeben haben. Über ihre persönlichen Eindrücke im jüngsten Staat von Europa wird Marina Kormbaki in einer umfangreichen Reportage berichten.

RND-Sportredakteur Patrick Hoffmann zieht es derweil in den arabischen Raum. Die Kultur hier kennt er sehr gut, schon als Student hat Hoffmann einige Zeit in Kairo verbracht. Mittlerweile ist es beinahe fünf Jahre her, dass von Tunesien aus der Funke übersprang für eine ganze Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen. Der sogenannte Arabische Frühling führte zum Sturz vieler autoritär herrschender Regime, Geschichtswissenschaftler sprechen bereits von einer historischen Zäsur. Patrick Hoffmann wird versuchen, anlässlich des fünften Jahrestages ein Zwischenfazit in Form einer multimedialen Reportage zu ziehen. Was hat der Arabische Frühling gebracht? Mit welchen Gefühlen blicken die Menschen in den Ländern der Revolution heute in die Zukunft?

Stipendiaten

Valentin Schmidt, der Vorsitzende des Kuratoriums, Stipendiatin Carolin Fromm vom NDR, RND-Sportredakteur Patrick Hoffmann, RND-Politikredakteurin Marina Kormbaki und Hartmuth Schulz, der Vorsitzende der Sir-Greene-Stiftung. Foto: Katharina Kümpel

Die Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung fördert die Begegnung und den Austausch von deutschen und ausländischen Journalisten. Greene, langjähriger Chef der BBC, war nach dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich für den Aufbau eines demokratischen Rundfunks in Deutschland. In Hamburg gründete er 1946 den Nordwestdeutschen Rundfunk, den Vorläufer des heutigen NDR und WDR, mit der britischen Besatzungszone als Sendegebiet. Greene trug so zum Aufbau eines freiheitlichen Medienwesens bei. Dass deutsche Journalisten nach der Hitlerdiktatur in der Tradition der BBC ausgebildet wurden, ist ihm zu verdanken.