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Willkommen auf der Brücke

Am 18. November 2014 wurde der hochmoderne Newsroom des RND eröffnet. Viele prominente Gäste waren dabei.

von Ann-Kathrin Seidel

„Raumschiff“ – dieses Wort fällt am großen Eröffnungsabend des RND-Newsrooms nicht nur einmal. Viele der 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien- und Unterhaltungsbranche waren schon öfter in den „Türmen“, wie die MADSACK-Hochhäuser in Hannover genannt werden. Entsprechend groß ist die Wirkung: „Spiegel“-Chefredakeur Wolfgang Büchner, der als junger Mann ein Praktikum bei der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ gemacht hat, sagt mit einem zwinkernden Auge: „Absolut gelungen“ sei das Design des neuen Newsrooms, „vor allem wenn man weiß, wie es hier vorher aussah“.

Sieben Monate hat der Umbau der 500 Quadratmeter großen Flächen in Anspruch genommen. Der Aufwand lässt sich anschaulich beziffern: In 70.000 Arbeitsstunden sind 45 Kubikmeter Mauerwerk und Fliesen entfernt, fünf Kilometer Elektroleitungen und drei Kilometer Datenkabel verlegt worden. 350 Kilogramm bringt die größte der beiden konvex geformten Glasscheiben auf die Waage, die dem RND-Newsroom sein „spaciges“ (Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt) Aussehen verleiht.

So nah der Vergleich mit einer Raumschiffbrücke jedoch liegt – das 45-köpfige Team, das im achten Stock seine Arbeit aufnimmt, sieht sich nicht als Captain, sondern als starker Partner des MADSACK-Netzwerkes – mit 35 Zeitungen, einer Gesamtauflage von 1,3 Millionen Exemplaren und 3,5 Millionen Lesern am Tag.  Das RND, das drückt nicht nur das Design aus, ist eine Exzellenzinitiative. „Ohne Qualitätsjournalismus sind Zeitungen tatsächlich nichts anderes als bedrucktes Papier“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der MADSACK Mediengruppe, Thomas Düffert.

Dementsprechend lang und – ja auch recht – prominent besetzt ist die Gästeliste für den großen Abend: Dirk Roßmann ist dabei, Scorpions-Sänger Klaus Meine und die frühere First Lady Bettina Wulff. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, „Die Prinzen“ aus Leipzig und Heiner Lauterbach gratulierten per Videobotschaft. Letzterer wünschte sich auch gleich eine Schagzeile für die Bundesligasaison: „Nach Gewinn der deutschen Meisterschaft kann der 1. FC Köln nun auch das Triple feiern.“