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2015: Rekord bei den Straftaten in Deutschland

Die polizeiliche Kriminalitätsstatistik verzeichnet für 2015 einen neuen Spitzenwert bei den Straftaten in Deutschland.

Die Zahl der polizeilich bekannt gewordenen Straftaten hat im vergangenen Jahr mit insgesamt 6 330 645 einen neuen Höchststand in Deutschland erreicht. Das ergibt sich aus der noch unveröffentlichten Polizeilichen Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015, deren wesentliche Zahlen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegen. Im Vergleich zum Jahr 2014 verzeichneten die Behörden demnach eine Zunahme von insgesamt 248 582. Gleichzeitig stieg im Bundesdurchschnitt die Aufklärungsquote 2015 auf 56,21 Prozent (2014: 55,16 Prozent). Spitzenreiter bei der Aufklärung ist erneut Bayern mit einer auf 72,5 Prozent verbesserten Rate (plus 8,1 Prozent). Bremen behielt dabei die rote Laterne mit einer Aufklärungsquote von lediglich 43,8 Prozent. Allerdings verzeichnet der Freistaat mit einer Zunahme von 23,8 Prozent (155 047 Delikte) auch mit Abstand den größten Anstieg bei den gemeldeten Delikten.

Mit 167 136 gemeldeten Wohnungseinbrüchen (eine Zunahme zum Vorjahr von 15 013 Taten) entwickelte sich dieses Delikt bundesweit zu einem der größten Kriminalitätsprobleme für die Bürger. Alarmierende Zahlen in diesem Bereich meldete Thüringen mit einem Plus von 50,9 Prozent. Absolut gesehen lag dabei Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 62 362 Fällen an der Spitze. In Niedersachsen stieg die Zahl der Kfz-Diebstähle um 14,5 Prozent (3165) deutschlandweit am stärksten an. Im Bereich der Wirtschaftskriminalität verzeichnete Schleswig-Holstein im Jahr 2015 mit einem Rückgang um 33,5 Prozent die größte Entlastung. Die Rauschgiftkriminalität stieg 2015 prozentual in Brandenburg am deutlichsten an (plus 14,2 Prozent), den stärksten Rückgang gab es dabei in Sachsen mit minus 6,1 Prozent. Raubdelikte nahmen in Thüringen (plus 9,4 Prozent) am stärksten zu und in Sachsen (minus 7,2 Prozent) am deutlichsten ab.