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AfD-Chef mit milderen Tönen: Moscheen gehören dazu

Vor einem Spitzentreffen seiner Partei mit dem Zentralrat der Moslems hat sich der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen für einen weniger feindseligen Umgang mit dem Islam ausgesprochen.

"Ich bin nicht gegen Moscheen in Deutschland", sagte Meuthen den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montag-Ausgaben). "Moscheen gehören dazu. Das sind Orte der Religionsausübung. Wir müssen nur sehr genau hingucken, was dort gepredigt wird."

Meuthen sagte, er habe innerparteilich dafür Kritik bekommen, dass er sich beim Besuch einer Moschee die Schuhe ausgezogen und sich auf den Teppich gesetzt habe. Das sei schon ein Zeichen der Unterwerfung, hätten Parteimitglieder ihm gesagt. "Das sehe ich überhaupt nicht so", betonte Meuthen jetzt gegenüber dem RND. "Das sind ihre Sitten, und denen passe ich mich an, soweit ich mich in ihren Räumlichkeiten bewege."

Es bleibe dabei, dass unter dem Deckmantel der Religion hochgefährliche Dinge passieren. Für ihn gelte: "Moslems sollen ihren Glauben leben dürfen, aber friedlich."

Erneut ging Meuthen auf Distanz zur islamfeindlichen Pegida-Bewegung. Im Osten gebe es hier eine größere Nähe, deshalb sei es richtig, jedem einzelnen Landesverband die Entscheidung  zu überlassen, wie die Partei mit Pegida zusammenarbeite. Die Trennlinie sei für ihn eindeutig überschritten, wenn der Islamkritiker Hans-Thomas Tillschneider in Dresden den vorbestraften Pegida-Gründer Lutz Bachmann für das Bundesverdienstkreuz vorschlägt. "Das geht nicht", sagte Meuthen.

Hochrangige AfD-Politiker treffen am Montag mit Vertretern des Zentralrats der Muslime in Berlin zusammen.