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Altmaier: London sollte Folgen des Brexit überdenken

Kanzleramtsminister Peter Altmaier sieht keine Eile bei der Umsetzung eines EU-Austritts Großbritanniens. "Die Politik in London sollte die Möglichkeit haben, noch einmal die Folgen eines Austritts zu überdenken", sagte er den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Wenn Großbritannien erst einmal tatsächlich ausgetreten sei, sei das "ein schwerer Einschnitt mit vielen Konsequenzen", so der CDU-Politiker. Natürlich könnten die Briten dann später erneut einen Beitrittsantrag stellen, "aber das würde lange dauern".

Altmaier setzt damit die Akzente anders als  Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Unter Leitung Steinmeiers hatten die Ressortchefs der sechs Gründungsstaaten der europäischen Gemeinschaft am Sonnabend einen raschen Antrag zum Ausstieg Großbritanniens nach Artikel 50 der EU-Verträge gefordert und vor jeglichem Spiel auf Zeit gewarnt.