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Autorin Kirsten Boie rät zu Gespräch mit Kindern über Flüchtlingssituation

Die Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie (65, „Der kleine Ritter Trenk“) findet es wichtig, auch Kindern von der Situation der Flüchtlinge in Deutschland und in ihren Heimatländern zu erzählen.

„Ich denke, man kann Kindern ruhig erklären, dass Assad seine eigene Bevölkerung bombardiert hat, dass das jetzt der IS tut und die Menschen nun vor den Bomben fliehen und zu uns kommen – weil es bei uns sicher ist“, sagt Boie in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

Erwachsene müssten abschätzen, wie viel Wahrheit sie den Kinder zumuten könnten: „Das ganz Schwere erreicht die Kinder nicht so sehr wie das, was sie sich noch vorstellen können. Was sie nicht verstehen, blenden sie oft einfach aus. (…) Kinder brauchen Hoffnung.“ Boie hat kürzlich  das Buch „Bestimmt wird alles gut“ veröffentlicht, das im Klett Kinderbuch Verlag erschienen ist. Es beschreibt die Flucht einer Familie und ihr Ankommen in Deutschland und richtet sich an Kinder ab 6 Jahren.

Die politische Situation in Deutschland beunruhigt die Autorin: „Ich betrachte mit Sorge, was sich zurzeit am rechten politischen Rand entwickelt. Das sind nicht nur Menschen, die per se rechts eingestellt sind, sondern auch die, die sich vergessen fühlen“, sagt sie. „Es ist wichtig, dass die Politik diese Menschen nicht aus den Augen verliert und der Furcht der Niedrigqualifizierten vor einem Jobverlust begegnet. Es ist meine große Angst, dass man diese Sorgen nicht ernst nimmt – und das Land in die falsche Richtung abdriftet.“

Das Interview mit Kirsten Boie erscheint auf der Seite „Familie“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland.