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Bundesministerien beschäftigten etliche Mitarbeiter mit grundlos befristeten Zeitverträgen

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat 2015 in ihrem Ministerium 48 Mitarbeiter mit grundlos befristeten Zeitverträgen beschäftigt. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Demnach stieg der Anteil prekärer Jobs in Bundesministerien und nachgeordneten Behörden zwischen 2005 und 2015 rasant an. Besonders hoch war der Zuwachs in den Bundesministerien für Verkehr (von 0,6 auf 7,9 Prozent) und Gesundheit (von 0,6 auf 9,89  Prozent) sowie im Entwicklungsministerium (von 0,2 auf 10,94 Prozent).

Erst vor wenigen Tagen hatte Nahles erklärt, Arbeitsverhältnisse müssten sicherer werden. Deshalb müsse die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung auf die Agenda. „Wir werden diese und mehr Ideen noch deutlich machen, das Wahljahr wird noch spannend“, hatte Nahles gesagt. Die Vizechefin der Linksfraktion, Caren Lay, erklärte dazu, befristete Beschäftigung müsse absolute Ausnahme sein – ob im Wahljahr oder nicht. Lay nannte den Anstieg der befristeten Beschäftigungsverhältnisse „unverständlich und beschämend“. Die Bundesregierung dürfe den Trend zur prekären Beschäftigung nicht verschärfen, erklärte die Linken-Politikerin.