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Bundespolizisten waren 2016 im Durchschnitt 28 Tage krank

Bundespolizisten fielen im Jahr 2016 im Schnitt 28 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus. Das sagte Jörg Radek, Vizechef der Gewerkschaft der Polizei.

Bundespolizisten fielen im Jahr 2016 im Schnitt 28 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus. Das sagte Jörg Radek, Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In einigen Dienststellen seien es sogar 30 Tage und mehr gewesen. „Wir verschleißen unser Personal“, sagte Radek. Im Vorjahr waren Bundespolizisten durchschnittlich 25 Tage krank.

Im Bereich der Bundespolizeidirektion Berlin waren in den Monaten Oktober bis November 2016 im Durchschnitt jeden Tag 485 von regulär insgesamt 3100 Beamten krankgeschrieben, von Juli bis September waren es durchschnittlich 395. Besonders belastend seien die andauernden Abordnungen und Einsätze, etwa an der bayerisch-österreichischen Grenze, erklärt Radek.

Der Grünen-Innenexperte Konstantin von Notz sieht die Ursache für die Probleme in einer fehlgeleiteten Personalpolitik des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU). Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte er: „Die Union und ihr Bundesinnenminister haben viel zu sehr auf Technik gesetzt, statt auf eine materiell wie personell gut ausgestattete Polizei. Das rächt sich heute bitter und war, auch vor dem Hintergrund stetig gestiegener Aufgaben der Bundespolizei, von der Grenzsicherung bis zur Begleitung von Pegida-Demos in Bahnhofsnähe, grob fahrlässig.“ Von Notz forderte eine „schnelle und spürbare Entlastung der Bundespolizei“. Hierzu gehöre „auch eine Überprüfung der Aufgaben“.