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Bundesregierung: Tourismus könnte unter AfD-Erfolg leiden

Vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wächst die Angst, dass ein starkes Abschneiden rechtsextremer Parteien das Land in der touristischen Entwicklung zurückwerfen könnte.

„Die Ausländerfeinde, Rechtsextremisten und Neonazis fügen der Heimat, die ihnen angeblich so viel bedeutet, auch in wirtschaftlicher Hinsicht schweren Schaden zu“, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke (SPD), den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. „Es muss endlich auch dem letzten klar werden, dass fremdenfeindliche Übergriffe Gift für den Tourismus in Ostdeutschland sind.“

Mecklenburg-Vorpommern ist seit zwei Jahren das beliebteste innerdeutsche Reiseziel. Der Tourismus spielt für das strukturschwache Bundesland eine wichtige Rolle. Am Wochenende wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Umfragen sagen einen Rechtsruck voraus.

Gleicke, die als parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium auch für Tourismus zuständig ist, betonte im Gespräch mit dem RND, wie erfolgreich sich der Fremdenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt habe. „Leute haben sich da mit viel Herzblut und noch mehr Fleiß etwas aufgebaut in den oft familiengeführten Betrieben, Gaststätten und Hotels. Die haben nicht die geringste Lust, sich das von Spinnern, Wirrköpfen und rechtsradikalen Verbrechern kaputtmachen zu lassen“, sagte die Sozialdemokratin.