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Bundesregierung rechnet mit Massenflucht von Afghanen

Die Bundesregierung richtet sich in den kommenden Wochen und Monaten auf eine drastisch verstärkte Einreise von Flüchtlingen aus Afghanistan ein.

Ein Vertreter des Bundesinnenministeriums bestätigte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dass es mehrere Hunderttausend Anfragen nach Ausweis- und Ausreisepapieren bei den afghanischen Behörden gebe. Das Auswärtige Amt macht dafür die "weiterhin schwierige Sicherheitslage" verantwortlich.

Noch verstärkt werden soll aber gleichzeitig die intensive Informationsarbeit in Afghanistan und auch in Pakistan, "dass nur wirklich Asylberechtigte Aussicht auf Aufenthalt in Deutschland" hätten. Bereits jetzt stellen Afghanen nach Syrern die zweitgrößte Herkunftsgruppe bei der laufenden Flüchtlingsbewegung.

Noch vor wenigen Monaten zeigte sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge äußerst sperrig bei der Genehmigung von Asylanträgen für konkret von Taliban bedrohte Dolmetscher, die im Dienst der Bundeswehr im Rahmen des ISAF-Einsatzes in Afghanistan tätig waren.