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Bundeswehr lässt Kinder mit Kriegswaffen spielen

Der Bundeswehr steht ein neuer Skandal um Kriegswaffen in Kinderhänden ins Haus. Der SPD-Wehrexperte Arnold verlangt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Aufklärung.

Beim Tag der Offenen Tür am vergangenen Samstag (11. Juni) präsentierten Bundeswehr-Angehörige auf dem Gelände der Albkaserne/Lager Heuberg in Stetten am kalten Markt (Baden-Württemberg) Kindern im Vorschulalter Maschinenpistolen und Sturmgewehre. Auf Fotos, die den Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschland, RND, vorliegen, ist zu sehen,  wie die Kleinkinder in Gegenwart von Soldaten die Waffen in Anschlag bringen und imaginäre Ziele anvisieren. Dies ist nach gültiger Weisungslage der Bundeswehr ausdrücklich verboten.

Der verteidigungspolitische der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, sagte dem RND: „Kriegswaffen sind keine Spielsachen.“ Nachdem es „wiederholt“ Ärger mit Kriegsspielen für Kinder gegeben habe, müsse die Ministerin nun „schnell und durchgreifend für Klarheit sorgen, dass die Verantwortlichen die Weisungslage auch umsetzen“. Andernfalls „wird der Tag der Bundeswehr grundlegend diskreditiert“. Die Ministerin müsse auch dafür sorgen, dass bei öffentlichen PR-Veranstaltungen der Bundeswehr „Waffen nicht öffentlich auf Tischen herumliegen“.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es immer Ärger um Kriegsspiele für und mit Kindern und Jugendlichen bei Werbeveranstaltungen der Bundeswehr gegeben. Per Erlass ist festgelegt, dass Waffen nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre geraten dürfen. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums erklärte gegenüber dem RND: „Wir überprüfen den Sachverhalt.“ Er verwies auf die „grundsätzliche Weisungslage, die ausschließt, dass Waffen in die Hände von Kindern geraten können“.