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CSU-Ministerin Aigner fordert offensiven Renten-Wettstreit

Die CSU fordert die politischen Parteien zu einem offensiven Streit um die Bekämpfung drohender Altersarmut auf.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die auch als Kandidatin für die Nachfolge von Horst Seehofer in dessen Partei- und Regierungsamt gilt, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Die Politik muss sozialen Sprengstoff wegräumen, vor allem dann, wenn viele Menschen das Gefühl haben, sie selbst seien die Dummen." Wenn die Politik jetzt nicht handele, drohe Altersarmut zu einem großen Problem zu werden.

Entscheidend sei aber, dass jetzt der Wunsch der Menschen nach sozialer Sicherheit im Alter mit wirtschaftlicher Vernunft verbunden werde. "Wir müssen deshalb Beitragssteigerungen in der Rentenversicherung möglichst vermeiden, weil das die Lohnzusatzkosten in die Höhe schraubt." Wenn Arbeit teurer werde, bedeute das weniger Arbeitsplätze mit dem Ergebnis neuer Löcher in den Sozialkassen und fehlender Steuereinnahmen. 

Zur Debatte um die Rente erst ab 70 sagte die CSU-Ministerin, bei einem Generationenvertrag wie der Rente gehöre immer mal wieder alles auf den Prüfstand. "Aber es geht für mich nicht um eine generelle Anhebung des Renteneintrittsalters." Helfen würden allerdings Anreize, um die Menschen zur freiwilligen Weiterarbeit im Alter zu ermuntern.