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DFB-Chefausbilder verrät: So wurde Hoffenheim-Trainer fitgemacht

An diesem Wochenende feiert Julian Nagelsmann sein Trainerdebüt bei 1899 Hoffenheim. Mit gerade einmal 28 Jahren ist er der zweitjüngste Trainer der Bundesligageschichte. Seine schwierige Aufgabe: Hoffenheim vor dem Abstieg retten.

Dabei ist Nagelsmann noch ein Azubi – bis März läuft seine Ausbildung an der Henns-Weisweiler-Akademie. DFB-Chefausbilder Frank Wormuth erklärt gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, wie Nagelsmann fit gemacht wurde für den Cheftrainer-Alltag.

„Eines unserer Anwendungsmodule in der Ausbildung beschäftigt sich mit der Übernahme eines Teams während der Saison. Mitte Oktober übernehmen jeweils sechs Trainer virtuell einen Bundesligaverein. Dieses Jahr war es Stuttgart, Gladbach, Dortmund und Augsburg“, sagt Wormuth, „die Trainer haben drei Wochen Zeit sich parallel zu Ihrer normalen Vorlesung mit ihrem Verein zu beschäftigen, eine IST-Analyse zu machen. Danach entwickeln sie bis Weihnachten einen Sechs-Wochen-Plan, in dem sie aufzeigen wie sie den Verein unter den Aspekten der Fußballlehre, der Sportpsychologie und der Physiologie führen würden. Für die Präsentation haben die sechs Trainer einen ganzen Vormittag Zeit. Am Ende gibt es immer eine rege Diskussion, insbesondere bei den Teams wie Stuttgart und Augsburg, die um den Klassenerhalt spielen.“

Wormuth weiter: „Julian Nagelsmann ist ein kluger Kopf und er hat die Voraussetzungen geschaffen, die Situation zu meistern. Wir versuchen die Trainer so gut es geht auf die Situationen vorzubereiten, in die sie geraten können. Aber es ist nicht das wahre Leben in unserer Ausbildung.“