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DGB-Chef Hoffmann warnt vor "digitalem Proletariat"

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann warnt vor der Entstehung eines "digitalen Proletariats".

Der von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles vorgelegte Gesetzentwurf zur Einschränkung von Leiharbeit und Werkverträgen gehe nicht weit genug, sagte Hoffmann dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. „Der Entwurf fällt weit hinter unsere Erwartungen zurück. Mit diesem Entwurf wird der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen nicht verhindert“, sagte Hoffmann dem RND.

Gerade mit Blick auf neue digitale Dienstleistungsplattformen wie den Fahrdienst Uber oder den Reinigungsdienst Helpling seien strengere Regeln nötig. „Die Bundesregierung muss klären: Wer ist in der neuen Internet-Ökonomie Arbeitnehmer, wer ist Arbeitgeber? In dieser Plattformökonomie tummeln sich zunehmend Dienstleistungsanbieter, die sich weigern, ihre Rolle als Arbeitgeber anzuerkennen“, sagte Hoffmann. „Wir brauchen dringend neue Spielregeln in der Arbeitswelt. Sonst entsteht ein digitales Proletariat.“