English
Menü

DGB warnt: Arbeitszeit für Minijobber sinkt durch Mindestlohn um zwei Stunden

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht darauf aufmerksam, dass die Erhöhung des Mindestlohnes am 1. Januar mit einer Absenkung der monatlichen Arbeitszeit bei geringfügig Beschäftigten einhergeht.

„Die Arbeitszeit bei Minijobbern wird von heute 52,9 Stunden im Monat auf höchstens 50,9 Stunden im Monat sinken“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die Stundenzahl ergebe sich aus der Verdienstgrenze für Minijobs von 450 Euro im Monat und dem neuen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde, so Körzell weiter. „Das ist simple Mathematik. Ab Januar arbeiten viele Minijobber zwei Stunden im Monat weniger.“ Körzell warnte davor, die Reduzierung zu ignorieren. „Wir raten den Unternehmen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und die Arbeitszeit entsprechend zu reduzieren“, sagte er dem RND. Die Rechtslage sei eindeutig. „Wenn die Stundenzahl nicht reduziert wird, ist das ein Verstoß gegen das Mindestlohngesetz. Der kann geahndet werden, wenn das durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit auffällt.“