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Das Erste steigt beim "Echo" aus und verlängert mit Kai Pflaume

Die ARD verzichtet im kommenden Jahr auf die Ausstrahlung der „Echo“-Verleihung.

Es werde "aus inhaltlichen Gründen 2017 im Ersten keinen ‚Echo‘ geben", sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der "Echo" sei bei seinem 25. Geburtstag im April "erschöpft und müde" gewesen, sagte Schreiber. "Wenn Musiker, für die der Preis vergeben wird, sich mehr Zuspruch davon versprechen, dass sie auf der Bühne ihren Preis dissen und schlecht machen, wie kann der Zuschauer zuhause Spaß daran haben?". Die Deutsche Phono-Akademie als Veranstalter habe ihm "keine inhaltliche Perspektive für eine größere Relevanz aufzeigen" können. Die Echo-Gala kam in diesem Jahr auf 3,37 Millionen Zuschauern im Gesamtpublikum. Das entsprach einem Marktanteil von 11,6 Prozent. Der Preis wird seit 1992 übergeben.

Die Unterhaltungssendungen im ARD-Hauptprogramm erreichten im abgelaufenen Jahr laut AGF/GfK einen durchschnittlichen Marktanteil von 14,8 Prozent im Gesamtpublikum. Das Erste war damit 2016 Marktführer in der Unterhaltung am Hauptabend - vor RTL (13,0 Prozent) und dem ZDF (12,8 Prozent). Er sei "im Moment als Unterhaltungskoordinator sehr happy", sagte Schreiber. Die ARD hat ihren Vertrag mit Moderator Kai Pflaume um drei weitere Jahre bis 2019 verlängert. Mit Jörg Pilawa entwickle man derzeit eine große Samstagabendshow.