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Deutscher ESC-Chef Schreiber reformiert den Vorentscheid

Nach der deutschen Pleitenserie beim Eurovision Song Contest (ESC) will der ARD-Unterhaltungskoordinator und ESC-Beauftragte Thomas Schreiber (56) den deutschen Vorentscheid 2017 reformieren.

„Unser Hauptziel wird künftig die Suche nach ESC-Songs sein. Dazu suchen wir Interpreten, dann kümmern wir uns um die Inszenierung“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das Publikum wird final entscheiden.“ Deutschland hatte beim ESC zuletzt zweimal in Folge den letzten Platz belegt.

Die Gründe für das schlechte Abschneiden in den Jahren nach dem Sieg von Lena Meyer-Landrut sieht Schreiber auch im Modus des deutschen Vorentscheids: „Das hat damit zu tun, dass wir – anders als etwa 2010 bis 2012 – nicht die Lieder aus einem internationalen Pool von mehreren hundert Songs ausgesucht haben, sondern Künstler mit Liedern gesucht haben.“ Zu einem Erfolg beim ESC gehöre aber auch Glück. „Ein Sieg lässt sich nicht am Reißbrett konstruieren.“

Einen Rücktritt nach den Pleiten lehnt ARD-Unterhaltungskoordinator Schreiber ab: „Wir hatten einen sehr erfolgreichen Fernsehabend. Ein Rücktritt wegen 9,38 Millionen Zuschauern? Gegenvorschlag: Ich nominiere wie ein Bundestrainer! Der ORF zum Beispiel hatte selbst Conchita mit ihrem Song zum ESC geschickt. Nein, im Ernst: Das machen wir nicht, denn bei uns soll das Publikum das letzte Wort haben.“