English
Menü

Dietmar Hopp sorgt sich um Deutschland

Dietmar Hopp, Gründer der milliardenschweren Softwarefirma SAP und Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim, macht sich in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland große Sorgen um die Zukunft Deutschlands.

Zur aktuellen Flüchtlingsproblematik sagte Hopp: "Die Mechanismen greifen nicht mehr. Auseinandersetzungen, Schlägereien in den Hallen … Wir dürfen uns nichts vormachen: Unter den Flüchtlingen sind nicht nur friedliche Menschen. Mein Rat wäre: Bürokratie runterfahren – ohne die Sicherheitsvorkehrungen zu minimieren. Sonst kippt die Stimmung in Deutschland – das wäre jammerschade."

Zur VW-Krise sagt er: "Ich habe große Befürchtungen, dass sich die derzeitige Krise bei VW ausweiten könnte. Vielleicht wurde diese oder eine ähnliche Software nicht nur bei VW eingesetzt. Sollten sich einige Spekulationen bewahrheiten, dann ist nicht auszuschließen, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland wieder steigen, und dann wird es auch im Fußball ganz anders aussehen. Die Leute werden nicht mehr das Geld haben, um ins Stadion zu gehen. Derzeit kann keiner abschätzen, in welchen Sphären sich eventuelle Regressforderungen bewegen. Kann VW das alles stemmen? Ich hoffe wirklich, dass ich das alles zu schwarz sehe."

Über Anfeindungen gegen ihn im Stadion uns sein Engagement in Hoffenheim: "Ich führe das schlicht und ergreifend auf Neid zurück. Mittlerweile berühren mich die Anfeindungen nicht mehr. Am Anfang habe ich mich sehr geärgert, und ich hätte mich am liebsten immer gewehrt. In solchen Momenten hat mir meine Frau mit Blick auf mein Fußball-Engagement gesagt: Hättest du es halt nicht gemacht!"

Über Rücktrittsgedanken: "Wenn wir gewinnen, trinke ich ein Glas Rotwein. Wenn wir verlieren, schlafe ich schlecht und träume von dem Mist. Als wir fast abgestiegen wären und ich plötzlich der Schuldige war. In dem Moment dachte ich: ich Dackel! Ich habe es doch nur gut gemeint …"

Über seinen Reichtum: "Ich wollte mein ganzes Leben lang Geld verdienen, habe meiner Mutter versprochen, Millionär zu werden… Aber ich wusste auch immer: Ich will etwas zurückgeben."