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ESC-Teilnehmerin Jamie-Lee: "Ich finde Wälder gruselig"

Jamie-Lee Kriewitz (17), deutsche Hoffnung beim Eurovision Song Contest (ESC), hat Angst vor dem Wald. „Ich finde Wälder gruselig“, sagte die Sängerin aus Hannover, die in der Inszenierung zu ihrer ESC-Popballade “Ghost“ als Manga-Prinzessin in einem Märchenwald auftritt.

„Man ist meistens allein, man sieht niemanden, es ist eng, das macht mir Angst. Möglicherweise ist da noch etwas vom Film ,Blair Witch Project‘ hängengeblieben. Meinen Bühnenwald mag ich aber, das ist ein total schöner Zauberwald mit Mond und Nebel“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Ihre Leidenschaft für asiatische Kostümierungen im bunten Manga-Stil sieht sie nicht als Verkleidung. „Für mich ist das keine Rolle mehr. Das gehört einfach zu mir. Das bin ich.“ Ihre Lieblingsfigur aus der Mangakultur sei das traurige Geistermädchen Menma aus dem Anime „AnoHana“. „Das ist krass, wie stark man sich verbunden fühlen kann mit einer Fantasiefigur.“ Schon in der Schule habe sie gelernt, mit Kritik an ihrem auffälligen Stil umzugehen. „Ich habe damals schon gedacht: Okay, manche finden mich halt doof und mein Outfit auch. Aber ich mag ja auch nicht jeden. Hasskommentare bei Facebook lese ich nicht, und Beleidigungen nehme ich nicht ernst.“

Kriewitz hatte vergangene Woche mit mehr als 44 Prozent der Anruferstimmen den deutschen ESC-Vorentscheid „Unser Lied für Stockholm“ gewonnen. Sie wird Deutschland am 14. Mai in Stockholm mit ihrem Titel „Ghost“ vertreten.