English
Menü

Ehemaliger Profi rechnet mit der Fußball-Branche ab

Der ehemalige Profi des Bundesligisten Hamburger SV, Paul Scharner, übt in einem Interview mit dem RND heftige Kritik an der Fußball-Branche.

In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, sagt der Österreicher über seine ehemaligen Kollegen: „Sie sind vom Geld verdorben. Sie sind charakterlich verdorben. Speziell in England. Aber das ist kein Wunder, wenn man mit 20 Millionär ist.“

Scharner, der mehrere Jahre in der englischen Premier League aktiv war, vermisst bei vielen Profis zudem die Einstellung zum Beruf: „Es gibt viele, die wollen nur Halligalli und dass das Geld weiter fließt. Mich hat im Fußball-Business enttäuscht, dass nicht jeder alles für den Erfolg tut und ein Millionengehalt mit absoluter Professionalität halbwegs rechtfertigt.“

An den Verhältnissen beim Hamburger SV, wo der 35-Jährige 2013 seine Karriere beendet hatte, übt Scharner (Titel seiner im Delius-Klasing-Verlag erschienen Biografie: „Position Querdenker“) heftige Kritik. „Was ich beim HSV erlebt habe, mit dem Politisieren, dem Lobbyismus … Alle wollten mitreden, alle hatten eigene Interessen, haben nicht das große Ganze gesehen. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass es in Deutschland, wo solch ein erfolgreicher Fußball gespielt wird, teilweise ähnlich amateurhaft funktioniert wie in Österreich“, sagte der 40-malige Nationalspieler dem RND.