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Entwicklungshelfer wollen Bargeld-Transfer

Für neuartige Bargeldtransfers zur Eindämmung von Flüchtlingsströmen hat sich die amerikanische Dritte-Welt-Hilfsorganisation „One“ ausgesprochen.

Angesichts des Elends in vielen Teilen der Erde müssten die reichen Staaten endlich neue Wege gehen, sagte Eloise Todd, Direktorin der Organisation, am Vorabend der UN-Nothilfekonferenz in Istanbul den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montag-Ausgaben).

Todd sagte, Cash-Transfers mit Geldkarten seien „eine exzellente Idee“ – nicht nur für Flüchtlinge. Dadurch könne man Familien in Not individueller helfen als durch den Transport von Hilfsgütern. Zudem könne man auf diese Weise lokale Märkte stärken und Wanderungsbewegungen bremsen.

„Erste Versuche in Entwicklungsländern haben gezeigt, dass Familien schneller und nachhaltiger Wege aus der absoluten Armut finden, wenn sie eigene Finanzentscheidungen treffen und nicht auf Sachleistungen angewiesen sind“, sagte Todd. 

Mit Blick auf die heute in Istanbul beginnende UN-Konferenz sagte Todd, die Industriestaaten müssten jetzt zeigen, dass sie nicht nur reden, sondern Zusagen einhalten. Notwendig sei eine globale „Investition in die Menschlichkeit“.

Die Nichtregierungsorganisation „One“ arbeitet weltweit als politischer Dachverband mehrerer Hilfsorganisationen. Ihre Gründung war unter anderem von den Sängern Bono und Bob Geldof angeschoben worden.