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Ex-Bürgermeister von Neukölln: Polizei hat Gefährder oft aus den Augen verloren

Der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), hat scharfe Kritik am Vorgehen der Polizei im Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri geäußert.

„Die Behörden hätten einschreiten müssen“, sagte Buschkowsky dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Amri sei als Terrorist enttarnt gewesen. „Unsere Behörden haben aber irgendwann die Lust verloren und ihn dann aus den Augen verloren.“ Das müsse man ihnen ankreiden, sagte der SPD-Politiker. In seiner Zeit als Bürgermeister von Neukölln sei es ihm häufig passiert, dass sich die Polizei nach Gefährdern erkundigt habe. Buschkowsky erklärte: „Die Beamten haben mich oft gefragt: ,Wo ist dieser oder jener Gefährder? Wir haben ihn aus den Augen verloren. Der bekommt doch Hartz IV bei dir. Weißt du nicht, wo er jetzt steckt?‘“