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Uwe-Karsten Heye: Egon Bahrs Tod ist das Ende einer Ära

Vor seinem Tod war Egon Bahr in Sorge, dass zwischen Europa und den USA neue Mauern entstehen könnten, "die den Planeten noch schärfer in Arm und Reich spalten". Das sagte Willi Brandts ehemaliger Redenschreiber Uwe-Karsten Heye.

Uwe-Karsten Heye, der ehemalige Redenschreiber Willi Brandts und Regierungssprecher Gerhard Schröders, sieht in dem Tod seines Weggefährten Egon Bahr das "Ende einer Ära". Bahr sei bis zuletzt in Sorge gewesen, dass erneut eine Welt entstehen könnte, die durch Mauern gespalten werde, erklärte Heye in einem Beitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. "50 Millionen Flüchtlinge weltweit, das hat ihn besorgt. Und auch dies: Wenn die beiden mächtigsten Wirtschaftsräume, Europa und die USA, sich auf das gemeinsame Handelsabkommen TTIP verständigen sollten, dürften neue Mauern entstehen, die den Planeten noch schärfer in Arm und Reich spalten."

Zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehören mehr als 30 Tageszeitungen mit einer Reichweite von 3,4 Millionen Lesern am Tag  - unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Dresdner Neuesten Nachrichten, die Märkische Allgemeine Zeitung, die Kieler Nachrichten, das Göttinger Tageblatt, die Lübecker Nachrichten und die Ostsee Zeitung.