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FDP-Vize Suding: Nahles schadet den Frauen

Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Katja Suding hat die Pläne von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) für zeitlich begrenzte Teilzeitarbeit kritisiert – sie seien ein Hindernis für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

„Je mehr die Bundesarbeitsministerin in den Arbeitsmarkt eingreift, desto weniger profitieren davon jene, die sie begünstigen möchte“, sagte Suding dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Für einen Arbeitgeber ist es unattraktiv, junge Frauen einzustellen, wenn sie etwa im Falle einer Mutterschaft festgeschriebene Rückkehrrechte in Vollzeit haben“, betonte Suding. Die FDP-Fraktionsvorsitzende in der Hamburgischen Bürgerschaft forderte die Bundesregierung zu „weniger Regulierung und weniger Bürokratie“ auf: „Erst ein flexibler Arbeitsmarkt ermöglicht Arbeitnehmern einen schnellen Wiedereinstieg in den Job und versetzt Arbeitgeber in die Lage, Jobs zu schaffen und profitabel zu bleiben.“

Trotz des breiten Raums, den das Thema Sicherheit im Vorwahlkampf einnimmt, sieht Suding gute Chancen für ihre Partei, bei der Bundestagswahl im Herbst mit der Betonung von Freiheits- und Bürgerrechten den Wiedereinzug in den Bundestag zu schaffen. „Gerade in Zeiten, da unsere Freiheits- und Bürgerrechte reflexartig mit Verweis auf Terroranschläge eingeschränkt werden sollen, ist eine mahnende politische Kraft umso wichtiger. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht schon bald in einem Überwachungsstaat aufwachen“, sagte Suding dem RND. In den Grünen sieht Suding keine liberale Kraft in Deutschland. „Die Grünen sind eine zutiefst staatsgläubige Partei mit erhobenem Zeigefinger, die stets besser weiß, wie die Menschen zu leben haben. Das ist alles andere als liberal“, sagte Suding.  

An diesem Freitag kommt die FDP zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart zusammen.