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Fahrenschon: Bürger müssen mehr für die private Vorsorge tun

Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon fordert die Bürger und die Politik dazu auf, mehr denn je privat für das Alter vorzusorgen und das Sparen nicht aufzugeben.

Wer wegen fehlender Zinsen nicht mehr spare, „riskiert seine Zukunft“, sagte Fahrenschon dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Die derzeitige Sparquote von neun Prozent „reicht für unsere Gesellschaft nicht aus, um das Lebensniveau im Alter zu halten“. Der Sparkassenpräsident forderte die Sparer auf, sich „vor allem mit dem Wertpapiersparen“ stärker anzufreunden. Dafür müsse der Staat auch deutlich bessere Ansätze bieten. „Ein Staat, der nach privater Vorsorge ruft, muss auch Geringverdienern Anreize bieten.“

Fahrenschon kritisierte, dass seit 1998 unverändert vermögenswirksame Leistungen nur bis zu einem Einkommen von 20.000 Euro in Anspruch genommen werden könnten und dass der Staat jährlich auf 400 Euro Sparleistung höchstens 80 Euro Prämie biete. „Das muss wiederbelebt und dynamisiert werden.“ Die in der Kritik stehende Riester-Rente sollte „nicht abgeschafft, sondern vereinfacht“ werden, damit Menschen für ihr eigenes Alter vorsorgten.

Die Senkung des gesetzlichen Rentenniveaus könne nicht allein durch die Riester-Rente ausgeglichen werden. Notwendig sei „auch eine weitere Stärkung des gesetzlichen Rentenversicherungssystems“. Allerdings sei der Weg über eine von CDU- und Grünen-Politikern geforderte sogenannte Deutschlandrente falsch, „wo sich der Staat mit dem Geld der Bürger am Kapitalmarkt versucht“.