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Fall Höxter: Beschuldigte Angelika W. bezeichnet sich als ihrem Exmann hörig

Die Beschuldigte im Fall der beiden zu Tode gequälten Frauen in Höxter, Angelika W., bezeichnet sich als ihrem Ex-Mann und mutmaßlichen Mittäter Wilfried W. hörig: "Ich liebe ihn noch immer."

„Es ist mit Sicherheit so, dass ich von ihm abhängig bin“, sagte die 47-Jährige ihrem Anwalt Peter Wüller zufolge in den Vernehmungen. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Angelika W. mache ihrem Partner keine Vorwürfe und räume ein, selbst der aktive Part in den Misshandlungen gewesen zu sein. „Ich liebe ihn noch immer“, erklärte die Beschuldigte.

Nach ihrer Darstellung wurde Angelika W. von ihrem Ex-Ehemann jahrelang misshandelt. Sie selbst quälte demnach die Opfer, die das Paar in ihre Haus gelockt hatte, um den Misshandlungen durch ihren Exmann zu entgehen. Sie räumt dem Anwalt zufolge allerdings auch ein, nie einen konkreten Befehl von ihm erhalten zu haben, andere Frauen zu misshandeln. „Geh nach oben und mach was“, habe W. lediglich zu ihr gesagt, wenn ein Opfer Alarm schlug. „Er hat mich dressiert“, erklärte die Frau.

Das Paar hat in seinem Haus in Höxter jahrelang mehrere Frauen misshandelt, die es über Kontaktanzeigen kennengelernt hatte. Zwei Frauen sind an den Folgen der Misshandlungen gestorben.