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Flüchtlinge: Kommunen verlangen eine Milliarde zusätzlich

Städte und Gemeinden erwarten sich vom Bund schon für das laufende Haushaltsjahr 2015 eine weitere Milliarde Euro zusätzlich als Ausgleich für die immens gestiegenen Kosten im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterbringung.

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören: "Schon jetzt steht fest, dass die Gemeinden mindestens eine weitere Milliarde Euro vom Bund brauchen, um ihren Aufgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage nachzukommen." Dies ergebe sich aus den eigenen Berechnungen des Bundes, sagte Landsberg.

Er verwies darauf, dass der Bund zuletzt seine Mittel von 500 Millionen auf eine Milliarde im Mai aufgestockt hatte, als die erwarteten Flüchtlingszahlen von 250.000 auf 450.000 gestiegen seien. "Jetzt sind wir bei mindestens 850.000 Flüchtlingen für 2015." Außerdem machte Landsberg deutlich, dass die Beschaffungskosten für Container, winterfeste Zelte und andere mobile Unterkünfte "aufgrund der hohen Nachfrage bereits deutlich angestiegen" seien.