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Flüchtlingskinder: Gewerkschaft will Einsatz pensionierter Lehrer

Die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet mit enormen Herausforderungen für Schulen und Kitas angesichts des Flüchtlingszustroms.

„Um diesen ein qualitativ gutes Schulangebot zu machen, sind rund 25 000 Lehrkräfte zusätzlich notwendig“, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem  mehr als 30 Zeitungen angehören. In den Kitas erwartet die GEW bis zu 100 000 zusätzliche Kinder.

An den Schulen würden jedoch nicht nur mehr Lehrer benötigt, sondern auch Schulpsychologen, -sozialarbeiter und -pädagogen, sagte Tepe weiter. Zudem müssten viele Lehrer zusätzlich im Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache geschult werden, hier gebe es bisher einen großen Mangel. Die GEW schlägt daher auch ungewöhnliche Maßnahmen vor, damit möglichst schnell möglichst viele Kinder Deutsch lernen. So sollten auch Pädagogen, die über ein solches Zweitsprach-Zertifikat verfügen, eingestellt werden können. „Da der Bedarf aller Voraussicht nach trotzdem nicht gedeckt werden kann, muss auch über den Einsatz pensionierter Lehrkräfte mit der Qualifikation für Sprachen und über Crashkurse für pädagogisch qualifizierte Menschen nachgedacht werden“, forderte Tepe.