English
Menü

Für Sexszenen muss T. C. Boyle erregt sein

US-Kultautor T. C. Boyle (66) hat dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) verraten, wann er am besten Sexszenen in seinen Büchern schreiben kann.

„Die Sexszenen entstehen, wenn der Autor scharf ist, die Rauschszenen, wenn er einen Drink braucht, und die üppigen Essensszenen, wenn der Hunger zuschlägt“, sagte der 66-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Literarische Sexszenen seien dann am besten, wenn man nur andeute, nicht ausführe. Das gelte für Gewaltfantasien genauso. „Die Imaginationskraft des Lesers braucht nur einen winzig kleinen Stupser“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Boyle, in dessen Romanen Erotik eine große Rolle spielt, verriet, dass er auch seinem jüngsten Buchprojekt „Die Terranauten“ eine „sexy Versuchsanordnung“ zugrunde lege. „Es geht um ein Biosphärenexperiment, bei dem Menschen in einer künstlichen Welt eingeschlossen sind. Vier Männer, vier Frauen. Zwei Jahre. Nichts kommt rein, nichts raus. Was sollen sie bloß tun?“