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Fußball-EM: Polizeigewerkschaft warnt vor Terror-Hysterie

Mit Blick auf mögliche Terrorgefahren in Frankreich zur Fußball-Europameisterschaft warnt die Deutsche Polizeigewerkschaft vor Hysterie.

„Die EM wird keine waffenstarrende Veranstaltung werden“, der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Es sei normal, dass vor Fußball-Europameisterschaften erhöhte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen – mehr aber auch nicht.

„Jetzt warnen alle ein bisschen vor Terror. Reagieren müssen wir aber erst dann, wenn unmittelbar vor einem Spiel eine reale Terrorgefahr besteht. Sonst nicht.“ Selbstverständlich seien die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Es gebe einen internationalen Informationsaustausch.

Und die Nervosität nach den Anschlägen von Paris und der Absage des Länderspiels in Hannover hoch. „Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf eine fröhliche EM mit einem Europameister, der hoffentlich aus Deutschland kommt. Die Mannschaften sind perfekt gesichert“, erklärte der Gewerkschafter weiter.

Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), ergänzte: „Im Westen nichts Neues: An der Gesamteinschätzung der Lage hat sich seit den Terroranschlägen von Paris nichts geändert.“ Auch für den DFB gibt es „keinen neuen Sachstand“.