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Gabriel sieht in Trumps Drohungen keine Gefahr für deutsche Autoindustrie

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat davor gewarnt, auf die Ankündigungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump in Deutschland mit gleicher Münze zu reagieren, also das deutsche Interesse stets an erster Stelle zu setzen.

„Würden wir uns derart abschotten wie es der neue US-Präsident vorhat, würden wir Hunderttausende von Arbeitsplätzen verlieren“, sagte Gabriel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Vizekanzler und SPD-Chef verwies auch darauf, dass nur knapp 10 Prozent der deutschen Exporte in die USA, aber rund 60 Prozent in die EU gingen.

Allerdings böte Trumps Protektionismus, sollte es dazu kommen, auch der deutschen Exportwirtschaft weitere Chancen. Selbst 35 Prozent Importzölle brächten die deutsche Autoindustrie „sicher nicht“ um, erklärte der Minister. „Der Kampf des US-Präsidenten gegen China und Asien bringt gerade der deutschen Automobilindustrie dort neue Chancen“, sagte Gabriel. Im Übrigen werde Amerika auch mit Trump im Weißen Haus schnell merken, „dass z.B. viele Teile für die US-Autoindustrie aus dem Ausland kommen, ohne die amerikanische Autos teurer und schlechter wären“. Also rate er dazu, jetzt nicht hektisch zu werden. Deutschland wolle einen fairen und gerechten Handel. „Wir haben keine Angst vor Wettbewerb.“ Deutschland habe gezeigt, dass es innovativ und erfolgreich sei.