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Gegen Fake-News: Klingbeil fordert Journalisten für Facebook

Der netzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Klingbeil, hat das soziale Netzwerk Facebook aufgefordert, deutlich stärker gegen die Verbreitung von Falschnachrichten (Fake-News) auf seinen Seiten vorzugehen als bisher.

„Facebook ist ein Milliarden-Unternehmen mit Millionen Nutzern in Deutschland und wird seiner Verantwortung absolut nicht gerecht“, sagte Klingbeil dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es sei technisch leicht, gegen offensichtliche Falschmeldungen vorzugehen, sagte Klingbeil. Bei Spam-Nachrichten gelinge das schließlich auch. „Wenn offensichtliche Lügenkampagnen und Fake-News eine große Reichweite erzielen, könnten ohne Probleme allen Nutzern, die das gesehen haben, auch die Richtigstellung angezeigt werden“, erklärte Klingbeil. „Facebook muss das sicherstellen.“

Dafür sei auch der Aufbau von mehr Personal nötig, sagte Klingbeil. „Ich wundere mich, warum Facebook nicht längst in die Expertise von Journalisten und Wissenschaftlern investiert, um offensichtliche Fakes aufzudecken und einzuordnen“, sagte der SPD-Politiker. „Die Zeiten in denen sich Facebook und andere große Plattformen aus der Verantwortung ziehen können, sind vorbei.“