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Gesundheitsminister Gröhe reist am häufigsten

BUndesgesundheitsminister Gröhe hat von allen Ministern in diesem Jahr die meisten Dienstreisen innerhalb Deutschlands gemacht.

Die Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD), Alexander Dobrindt (CSU) und Gerd Müller (CSU) haben sich im laufenden Jahr bisher am wenigsten dienstlich in den ostdeutschen Flächenländern sehen lassen. Bei Müller waren es 10 Prozent, bei Gabriel 12 und bei Dobrindt 15 Prozent der nationalen Dienstreisen. Vergleichsweise häufig haben dagegen die Bundeskanzlerin (17 von 39) sowie die SPD-Familienminister Manuela Schwesig (39 von 40) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dienstlich im Osten aufgehalten (19 von insgesamt 22 Reisen). Das berichten die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland unter Berufung auf eine vom Bundesinnenministerium erstellte Statistik der Reisetätigkeit der Kabinettsmitglieder von Januar bis September 2016.

„Angesichts der ostwärts gerichteten Reisetätigkeit des Kabinetts verwundert es umso mehr, dass die Bundesregierung die schlechtere Position Ostdeutschlands bei Wirtschaftskraft oder Einkommen tatenlos hinnimmt“, meint die Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion, Susanna Karawanskij angesichts dieser Zahlen. Sie vermutet hinter den vergleichsweise vielen Reisen nach Ostdeutschland  „eine Art Katastrophentourismus“.

Als nationaler deutscher Reisemeister hat sich danach bisher Bundesgesundheitsminister Hermann Größe (CDU) mit 74 deutschen Dienstreisen hervorgetan, 60 davon gingen nach Westdeutschland. Als am wenigsten mobil in Deutschland hat sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier von der SPD gezeigt. Der außenpolitische Rekordflieger des Kabinetts reiste bisher in diesem Jahr amtlich 12 mal in die alten und sechsmal in die neuen Bundesländer.

Insgesamt machten sich die Mitglieder von Merkels Kabinett 2016 bisher in Deutschland 694 Mal dienstlich auf Reisen, 209 Reisen führten in die neuen Länder.