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Gewerkschaft: "Ein Fußballspieler muss sich nicht rechtfertigen"

Fußballprofi Sandro Wagner erhält in der aktuellen Diskussion über Spielergehälter Unterstützung von der Spielergewerkschaft VDV.

„Ein Fußballspieler muss sich nicht dafür rechtfertigen, wenn er viel Geld verdient, denn die Gehaltshöhe hat das Klubmanagement zu verantworten“, sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören. Baranowsky weiter: „Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Die im harten Wettbewerb stehenden Klubs zahlen nur so viel Geld für einen Spieler, wie er tatsächlich wert ist.“  

Der Geschäftsführer der VDV erklärte zudem, dass Profifußballer nur in seltenen Fällen finanziell ausgesorgt hätten – und die berufliche Aus- und Weiterbildung während der Karriere oftmals vernachlässigt würde. „Unsere Statistik zeigt: Beim Thema Schulabschluss sieht es gut aus, wir haben mittlerweile eine hohe Abiturientenquote unter Profifußballern. Das Problem ist die Weiterbildung. Weniger als 20 Prozent verfügen am Karriereende über abrufbare berufliche Qualifikationen“, sagte Baranowsky dem RND. Und weiter: „Das war vor zehn Jahren noch anders, da wurde auch von den Eltern in höherem Maß auf eine parallele Berufsausbildung gedrungen.“  

Eine Gehaltsobergrenze im Fußball, wie sie in den US-amerikanischen Profiligen üblich ist, lehnt die Gewerkschaft ab. „Bringt uns finanzielle Chancengleichheit unter deutschen Klubs, die mit künstlichen Handicaps herbeigeführt wird, im internationalen Wettbewerb weiter nach vorne? Doch wohl eher nicht!“, sagte Baranowsky.