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Gewerkschaft sieht in TTIP neue Chancen

Das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP bietet nach Ansicht der Chemie-Gewerkschaft IG BCE bei aller Kritik auch "neue Gestaltungschancen".

„Es besteht die vielleicht einmalige Gelegenheit, ein neues internationales Regelwerk zu entwickeln, das wirtschaftliche Dynamik fördert und zugleich die Interessen der Arbeitnehmer und Verbraucher stärkt“, schrieb IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis in einem Beitrag für das RedaktionsNetzwerk Deutschland. Mit einem guten Abkommen entstünde ein atlantiküberspannender Wirtschaftsraum für 800 Millionen Menschen. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, internationale Standards mit zu formulieren." Vassiliadis rügte zugleich die bisherige "aberwitzige Geheimnikskrämerei" bei den TTIP-Verhandlungen. Dies bereite den Boden "für völlig überzogene Spekulationen bis hin zu abseitigen Verschwörungstheorien". Intransparenz passe nicht zu offenen Gesellschaften.

Für die Gewerkschaften unverhandelbar seien die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation und das Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Tarifverhandlungen. Auch dürfe das Niveau beim Arbeits-, Sozial-, Umwelt- Klima-, Verbraucher- und Datenschutz nicht gemindert werden. "Die IG BCE will ein gutes Handelsabkommen."

In Berlin kommen am Samstag TTIP-Kritiker zu der bislang wohl größten Kundgebung gegen das Freihandelsabkommen zusammen.