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Gewerkschaften fordern mehr Einsatz für Jugendliche

Die Spitzen deutscher Gewerkschaften fordern von der Bundesregierung mehr Einsatz für chancenlose Jugendliche.

Flüchtlingskrise und Terrorgefahr dürften nicht dazu führen, dass Hunderttausende benachteiligte junge Menschen vergessen werden, sagten der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall und die Lehrergewerkschaft GEW dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem 30 Tageszeitungen angehören. 

„Integration durch Ausbildung ist ein Muss und die Investition in die Zukunft“, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann dem RND. „Sie ist der beste Schutz vor Perspektivlosigkeit und Radikalisierung.“ Ähnlich äußerte sich die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack: „Gute Bildung bietet jungen Menschen Perspektiven.“ Der DGB fordert eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche.

Die Lehrergewerkschaft GEW zweifelt am Erfolg der von der Bundesagentur für Arbeit angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendliche. „Die im Übergangssystem zwischen Schule und Ausbildung vermittelten Qualifikationen sind nicht geeignet, jungen Menschen den Einstieg in Ausbildung und  Arbeitsmarkt zu erleichtern“, sagt die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Im Oktober waren in Deutschland insgesamt 219.808 der 15- bis 25-Jährigen arbeitslos gemeldet. Weitere 176.581 Jugendliche befanden sich in Weiterqualifizierungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit. Am heutigen Dienstag stellt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) den jährlichen Bildungsbericht den OECD „Bildung auf einen Blick“ vor.