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Gleicke: Fremdenhass bringt „Made in Germany“ in Misskredit

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Länder, Iris Gleicke, befürchtet schwere wirtschaftliche Schäden durch Fremdenhass und Rechtsextremismus in Ostdeutschland.

„Rechtsextremismus und Fremdenhass stellen eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für den gesellschaftlichen Frieden, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands dar“, sagte Gleicke im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

„Ein zum Teil eklatanter Mangel an Willkommenskultur schreckt ja nicht nur diejenigen ab, die etwa aufgrund ihrer Hautfarbe auffallen würden, sondern alle, denen eine gelebte Vielfalt wichtig ist“, so Gleicke im Interview anlässlich des Ostdeutschen Wirtschaftsforums, bei dem sie an diesem Freitag sprechen wird.  „Wir verschrecken Menschen, die den Osten weiter voranbringen könnten.“ Das fremdenfeindliche Klima könne auch das Qualitätssiegel „Made in Germany“ in Misskredit bringen warnte Gleicke. „Es gibt genügend Warnzeichen.“

Beim Fremdenverkehr in den neuen Ländern gebe es schon heute Einbußen zu beklagen, sagte Gleicke, die auch Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus ist. „Vom Dresdner Tourismusmarketing hörte ich etwa, dass es einen Pegida-Effekt gibt und weniger Besucher kommen“, so Gleicke zum RND. „Neuerdings bekommen Kurzentschlossene sogar Karten für die Semperoper. Die war früher auf Wochen restlos ausverkauft