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Grüne fordern Neuvergabe der Fußball-WM 2018

Angesichts neuer Doping-Enthüllungen bei den Olympischen Spielen in Sotschi wächst die Kritik an Russland als Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 1918. Mittlerweile wird sogar eine Neuvergabe ernsthaft ins Gespräch gebracht.

„Ein Land, das im tiefsten Dopingsumpf steckt, ist ungeeignet als Austragungsort für internationale Sportereignisse und Wettkämpfe“, erklärte Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Außerdem müssten das Internationale Olympische Komitee, die Anti-Doping-Agentur Wada und die Großsponsoren „handeln und Konsequenzen ziehen, sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten“.

Auch der Berliner Landessportbund-Chef Klaus Böger (SPD) forderte den Weltfußballverband auf, die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nach Russland zu überprüfen.  „Die Fifa ist ja jetzt teilweise neu aufgestellt“, sagte der frühere Berliner Bildungs- und Sportsenator. „Dann soll sie den Mumm haben, das zu klären.“ Außerdem erklärte Böger, Russland müsse von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen werden. „Wenn man den Rest der olympischen Ideale retten will, geht es nicht anders, als ein Land auszuschließen, das systematisches Doping betreibt.“ Wenn Russland nicht an den Spielen teilnehme, gehe die Welt nicht unter. „Im Gegenteil: Wer jetzt durchgreift, ist nicht der Zerstörer des Sports, sondern der Retter des Sports.“