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Grüne kritisieren Spahn-Äußerung zur doppelten Staatsbürgerschaft

Der Grünen-Politiker Volker Beck hat die Äußerungen des CDU-Politikers Jens Spahn zur doppelten Staatsbürgerschaft kritisiert.

„Altbackene Forderungen wiederkauen ist keine zielführende Antwort auf die Komplexität unserer Gegenwart“, sagte Beck den Tageszeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). „Wenn sich in Deutschland geborene Türken immer noch für den autoritären Nationalismus eines Herrn Erdogan erwärmen, hilft es nichts, ihnen Entscheidungen abzuverlangen.“ Spahn hatte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ die doppelte Staatsbürgerschaft infrage gestellt. In Deutschland lebenden Türken müssten sich entscheiden, welchem der beiden Staaten ihre Loyalität gelte, forderte Spahn.

Beck betonte hingegen, die Haltung eines Menschen hänge nicht von dessen Herkunft ab. „Viele Menschen mit deutschem und türkischem Pass setzen sich für Vielfalt und Demokratie ein – in Deutschland wie in der Türkei“, sagte der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Beck forderte eine „neue Streitkultur“ in Deutschland, die nach politischer Haltung und nicht nach Herkunft frage. „In ihrer Haltung zur Demokratie und Pluralität haben AKP- und AfD-Anhänger mehr gemeinsam als ich mit Jens Spahn“, sagte Beck dem RND.