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Heidel: "Entscheidung keine Sekunde bereut"

Manager Christian Heidel zieht ein positives Fazit nach seinem ersten halben Jahr beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

„Ich nehme Schalke als einen sehr geordneten Verein mit einer riesengroßen Emotionalität wahr – und das ist eigentlich genau das, was ich gesucht habe“, sagte Heidel dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der 53-Jährige war im Sommer vom Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05 zu den „Königsblauen“ gewechselt und soll den Verein nach unruhigen Jahren in eine erfolgreiche Zukunft führen.  
Heidel hatte Mainz 05 stets als „Herzensaufgabe“ bezeichnet. Auf die Frage, was ihm nun der FC Schalke 04 bedeuten würde, sagte er dem RND: „Ich bin nicht der Typ, der ein halbes Jahr auf Schalke ist, in die Kurve rennt und das Wappen küsst. Ich glaube, das wäre nicht echt. Wenn man über 40 Jahre Mainz 05 gelebt hat – ich war ja vorher zu grausten Oberligazeiten auch Fan – wird man das nie vergessen und es wird immer etwas Besonderes für mich bleiben.“ Heidel weiter: „Ich habe mich aber dabei ertappt, wie schnell es geht, dass man sich mit Haut und Haaren auch einem neuen Verein verschreiben und sich mit ihm identifizieren kann. Wenn ich mit meiner dreijährigen Tochter ins Auto steige, fordert Sie nach drei Sekunden die CD mit dem Vereinslied und singt jedes Wort mit. Auch ich kann es inzwischen. Bislang habe ich meine Entscheidung keine Sekunde bereut!“  
Heidel bastelt am neuen FC Schalke, den er wieder in den europäischen Wettbewerb führen will. „Ich bin eigentlich meistens der Letzte, der hier am Abend das Büro verlässt. Aber ich fahre dann noch nicht gleich nach Hause. Dann gehe ich mit Axel Schuster (Direktor Sport, Anm. d. Red.) runter in „Charlys Schalker“, und wir besprechen bei einem Gläschen Wein den Tag. Das haben wir schon immer so gemacht – und das war für den einen oder anderen überraschend, weil eben neu. Ich bin aber gerne unter Menschen, und deren Meinung interessiert mich.“