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Hendricks fordert „grundsätzlich andere Landwirtschaftspolitik“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fordert eine „grundsätzlich andere Landwirtschaftspolitik“: Bauern sollen nur noch für Umweltarbeit und für nachhaltige Produkte gefördert werden.

Die SPD strebt eine radikale Kurskorrektur in der Landwirtschaftspolitik an. „Gefördert werden sollte nur noch die Produktion gesunder Lebensmittel, die Pflege von Natur und Landschaft, der Gewässerschutz. Es ist höchste Zeit zum Umsteuern“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montag-Ausgaben). Die bisherige staatliche Förderung der Bauern nach der Größe der Landwirtschaftsfläche sei „ein unsinniges Prinzip“. Natürlich sei es notwendig, Bauern im Notfall konkret zu unterstützen. Aber damit werde das Grundproblem nicht gelöst.

„Wir brauchen eine grundsätzlich andere Landwirtschaftspolitik“, sagte die Ministerin. „Das Prinzip muss sein: Öffentliches Geld nur für Leistungen im Interesse der Allgemeinheit.“ Nach dem geltenden Prinzip werde „viel Geld ausgegeben, das niemandem nützt - weder den Landwirten, noch der Natur, noch dem Wasser, noch den Tieren“, sagte Hendricks.