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Hoyer sieht Finanzierungsschwierigkeiten auf Großbritannien zukommen

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), begrüßt das Brexit-Urteil des obersten britischen Gerichts.

„Die Einbindung des Parlaments in einer so wichtigen Frage halte ich für eine Selbstverständlichkeit“, sagte Hoyer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Den EU-Austritt Großbritanniens werde der Richterspruch jedoch nicht abwenden können. „So sehr wir über den Ausgang des Referendums betrübt sein mögen – wir müssen die Entscheidung respektieren und damit leben, dass Großbritannien aus der EU austreten wird“, sagte Hoyer dem RND.

Für die Zeit nach dem EU-Austritt sieht der Chef der EU-Bank auf Großbritannien Probleme bei der Geldbeschaffung zukommen. Die Briten seien nicht nur ein großer Anteilseigner der Europäischen Investitionsbank, sondern auch ein wichtiger Kreditnehmer. Das Investitionsvolumen der EIB betrage auf der Insel mehr als 50 Milliarden Euro, davon seien allein 7,5 Milliarden im vergangenen Jahr in das Land geflossen. „Ohne die EU-Mitgliedschaft werden es die Briten schwer haben, an so günstige Kredite wie von der EU-Bank für wichtige Projekte zu kommen, etwa in den Bereichen Infrastruktur und Gesundheitsversorgung“, sagte Hoyer dem RND.