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Jean-Marie Pfaff: "Man kann dem belgischen Staat keine Schuld geben"

Der ehemalige belgische Fußballnationaltorwart Jean-Marie Pfaff mahnt nach den Anschlägen in Brüssel zu mehr Zusammenhalt.

"Wir dürfen uns nicht von der Angst dominieren lassen. Denn das ist es, was die Terroristen wollen", sagte Pfaff dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören.

"Ich werde deswegen genauso zum Flughafen fahren wie früher. Wir dürfen jetzt nicht anfangen und überall nur noch das Schlimmste befürchten. Dann dürften wir gar nicht mehr aus dem Haus gehen", sagte der Welttorhüter des Jahres 1987 und zog einen Vergleich zum Fußball: "Wenn Du vorher denkst, dass Du mit deiner Mannschaft eh verlierst, musst Du gar nicht erst antreten. Dann hast Du schon verloren."
Pfaff sieht nach der Terrorserie in Brüssel kein Versagen der belgischen Behörden. "Für die Anschläge kann man dem belgischen Staat keine Schuld geben, genauso wenig wie Frankreich nach den Anschlägen von Paris“, sagte der ehemalige Torwart, der mit dem FC Bayern dreimal Deutscher Meister wurde. Außerdem fordert Pfaff strengere Kontrollen und ein Waffenverbot für Zivilpersonen: "Nur Jäger, wenn sie auf der Jagd sind, und Polizisten brauchen Waffen. Sonst niemand!".