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Jung wirft Dreyer "erheblichen Eingriff" beim SWR vor

Der Medienexperte der Union, Fraktionsvize und ZDF-Fernsehrat Franz Josef Jung, hat die Verantwortlichen des SWR zu „mehr Selbstbewusstsein gegenüber der Staatspolitik“ aufgefordert.

Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte Jung angesichts der im Streit um die AfD geplatzten TV-Elefantenrunde vor der Landtagswahl: „Die hätten sich nicht in derartiger Weise politisch erpressen lassen dürfen.“ Beim Südwest-Rundfunk habe durch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin „ein erheblicher Eingriff“ stattgefunden, der „nicht in Ordnung“ gewesen sei. Malu Dreyer (SPD) hatte sich geweigert, mit der AfD zusammen zu diskutieren.

Jung selbst ist Wortführer des konservativen Gesprächskreises innerhalb der ZDF-Gremien. Von einem Diskussionsboykott gegenüber der AfD halte er gar nichts. „Auch mit der AfD sollte man sich politisch konkret auseinandersetzen.“ Öffentlich-rechtliche Medien sollten vor der Wahl politisch relevante Gruppen, die auch eine Chance hätten, die fünf Prozent zu überspringen, in die öffentliche Diskussion miteinzubeziehen. „Dazu gehört jetzt auch die AfD, auch wenn die weit außen im demokratischen Spektrum steht.“