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Kameratechnik fehlt: Tornados können noch nicht aufklären

Die zum Syrien-Einsatz entsandten Tornado-Kampfjets der Bundeswehr können bislang keine Aufklärungsdienste für andere Nationen leisten: Den Maschinen fehlt derzeit noch die Ausrüstung mit elektronischer Kameratechnik.

Das bestätigte ein Sprecher von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Nach Angaben des Sprechers befindet sich die nötige Technik für die Tornado-Maschinen noch in Spanien, sie soll in der letzten Woche des alten Jahres zur türkischen Luftwaffenbasis Incirlik gebracht werden.

Die ersten Tornados waren am 10. Dezember in Jagel gestartet. Damit entstand in Teilen der Öffentlichkeit der Eindruck, als sei die deutsche Luftwaffe an der Seite Frankreichs im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien bereits militärisch aktiv geworden.

Die beiden Tornado-Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 61 aus Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) befinden sich derzeit in der türkischen Luftwaffenbasis. Dort sollen zunächst logistische Fragen geklärt werden: "Wir prüfen, ob die Betankung der Maschinen klappt und ob die Infrastruktur dort ausreicht, um die Maschinen regelmäßig zu warten", sagte von der Leyens Sprecher.

Der Einsatz deutscher Tornado-Maschinen für Aufklärungszwecke solle dann plangemäß in der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres beginnen. Dafür seien dann allerdings wieder andere als die beiden jetzt dort stationierten Maschinen nötig. Weil die Tornados schon älter seien und nur ein bestimmtes Maximum an Flugstunden ableisten könnten, müssten die Maschinen oft getauscht werden.