English
Menü

Kermani scheidet als Kandidat für Gauck-Nachfolge aus

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Bundespräsident Joachim Gauck ist Navid Kermani, der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, aus dem Rennen.

Nach einem Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland hat es der aus dem Iran stammende Kölner Essayist gegenüber SPD-Chef Sigmar Gabriel abgelehnt, sich in der Bundesversammlung ausschließlich von einer „linken Mehrheit“ im letzten Wahlgang wählen zu lassen. Kermanis Kandidatur war von maßgeblichen Kräften aus der SPD, den Grünen und auch von Teilen der Linken unterstützt worden. Allerdings scheiterte Sigmar Gabriel beim Versuch, das Kermani-Lager mit der FDP um eine bürgerliche Parteienkomponente zu erweitern. Gabriel ist  nach RND-Informationen bei FDP-Chef Christian Lindner  auf klare Ablehnung gestoßen.

Ein mögliches rot-grün-totes Bündnis wäre in der Bundesversammlung im ersten Wahlgang auf die Unterstützung durch die FDP, die Piraten oder die Freien Wähler angewiesen.

Gestiegen sind   nach RND-Informationen die Aussichten von CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, als Kandidatin nominiert zu werden. Nach Informationen aus CSU-Kreisen in München haben sich CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am vergangenen Wochenende am Rande ihrer Gespräche im Kanzleramt  interessiert an der Personalie Hasselfeldt gezeigt. Auch von Politikern der Grünen und der FDP hatte es bereits eher freundliche Worte über die CSU-Politikerin gegeben.