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Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel: Ich hatte ständig Angst, geschlagen zu werden

Der erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Steinhöfel beschreibt seine eigene Kindheit als unglücklich und angsterfüllt.

„Wirklich schlimm war, dass es nicht nur um Prügelstrafen ging. Das war in den frühen Sechzigerjahren ja fast noch normal. Schlimm war, dass die Wutausbrüche meines Vaters völlig unberechenbar waren. Man war ständig – 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche – in der Erwartung, geschlagen zu werden“, sagte Steinhöfel den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Seinen Vater beschreibt der Autor als „ein Flüchtlingskind, später ein Nazi“, gegen „dessen damaligen Sprüche die AfD heute harmlos“ wäre.

Der biografischer Hintergrund macht verständlich, warum Steinhöfel sich heute vor allem als Anwalt von Kindern und ihren Erlebniswelten sieht: „Kinder brauchen eine Welt, in der es etwas Optimistisches gibt. Also mache ich Bücher, mit denen Kinder lachen können. Ich habe als Kind auch total gern gelacht. Lachen ist gut gegen die Angst.“ Am liebsten lachten Kinder „an Stellen, an denen sie über Erwachsene triumphieren“.