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Klopp: "Ich habe große Probleme, ein Fußballspiel zu verlieren"

Vor einem knappen Jahr übernahm Jürgen Klopp den FC Liverpool in der Premier League. Ob er sich vorstellen kann, nach Deutschland zurückzukehren, verrät er im exklusiven Interview.

Heute wird Jürgen Klopp in England gefeiert. "Ich wusste: Wenn Liverpool kommt, wird es schwer abzusagen. Ich mochte den Verein schon immer. Es ist so ziemlich genau das, was ich mir unter Fußball vorstelle: extrem emotional“, erzählt Klopp im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Es geht jetzt darum, diesen Verein so zu entwickeln, dass er eine natürliche Berechtigung hat, Titel zu gewinnen. Und alles, was wir in der Zeit mitnehmen können, nehmen wir mit. Das ist der Plan.“ 
Auf die Frage, ob er sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen kann, sagt Klopp dem RND: "Zum Leben auf jeden Fall. Als Trainer weiß ich es nicht. Ich werde ganz sicher nicht auf Teufel komm raus in meinen letzten Arbeitsjahren irgendwo andere Leute mit meiner Anwesenheit belästigen, die diese nicht wünschen. Der Tag wird kommen, an dem ich sage: Danke schön, hat Spaß gemacht. Dass ich mit 60 noch auf der Trainerbank sitze, ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Und sollten es am Ende mit Mainz, Dortmund und Liverpool nur drei Vereine gewesen sein, waren es auf jeden Fall drei geile.“
Mit Borussia Dortmund war Klopp 2011 und 2012 Deutscher Meister geworden. "Du kannst in Deutschland immer mal wieder Meister werden. Dann machst du Bayern wach und dann schlagen die so zurück, dass du im nächsten Jahr gar nicht mehr weißt, dass du ein Jahr vorher Meister geworden bist. Dass wir im zweiten Jahr noch mal Meister geworden sind, war die eigentliche Sensation." 
Über seine Emotionalität an der Seitenlinie sagt Klopp: "Ich habe kein Problem damit, beim Skat zu verlieren oder beim Tennis. Ich habe aber große Probleme, ein Fußballspiel zu verlieren. Keine Ahnung, warum das so ist." 
 
Das komplette Interview ist Teil des Buchs "Diese eine Sekunde - deutsche Fußballgeschichte in 50 Interviews" vom RedaktionsNetzwerk Deutschland, das im Oktober in den Handel kommt.