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Koenigs lobt Entscheidung des Nobelpreiskomitees

Der Grünen-Politiker Tom Koenigs begrüßt die Verleihung des Friedensnobelpreises an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos.

„Santos hat den Friedensnobelpreis verdient. Er hat sein ganzes Prestige und seine gesamte Präsidentschaft eingesetzt für einen verhandelten Frieden mit den Guerillagruppen in seinem Land“, sagte Koenigs, der Beauftragter des Bundesaußenministers zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Der Ausgang der Volksabstimmung, bei der zu Wochenbeginn eine knappe Mehrheit der Kolumbianer gegen den Friedensvertrag gestimmt hatte, schmälere die Entscheidung des Nobelkomitees nicht, betonte Koenigs. „Die Auszeichnung ist eine große Bestärkung für alle Friedenskräfte in Kolumbien und eine Verpflichtung für alle, die beim Referendum mit Nein gestimmt haben.“

Koenigs, der zugleich menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag ist, verteidigte das Nobelpreiskomitee gegen den Vorwurf, die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und deren Folgen außer Acht gelassen zu haben. „Der Konflikt in Kolumbien darf nicht unterschätzt werden – der Friedensprozess markiert hoffentlich das Ende einer fünf Jahrzehnte währenden Auseinandersetzung, die sechs Millionen Vertriebene und 300.000 Tote gebracht hat.“ Im Mittleren Osten sei es da dagegen schwierig, Akteure des Friedens zu finden. „Ich sehe weder Putin noch Assad vor dem Nobelpreiskomitee stehen“, sagte Koenigs dem RND.