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Krichbaum befürchtet nach Brexit weiteren Aufschwung für die AfD

Nach dem Ja Großbritanniens zum Brexit befürchtet der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, der CDU-Abgeordnete Gunther Krichbaum, einen weiteren Aufschwung für die AfD in Deutschland.

In einem Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland  sagte Krichbaum: "AfD und Brexit-Propagandisten verfahren nach dem gleichen Muster: Fehlinformationen und Lügen sollen die Bürger aufputschen." Auf diese Strategie dürfe die Politik jetzt nicht  "durch Hektik und Angst hereinfallen". Die Stärke der AfD hänge direkt zusammen mit der Unzufriedenheit der Menschen. Die etablierte Politik müsse daraus die richtige Schlussfolgerung ziehen: "Probleme lösen, statt den AfD-Themen hinterher zu laufen."

Gleichzeitig betonte Krichbaum, dass es für Großbritannien nun keinen Weg zurück gebe. Es stehe ein vor allem auch ökonomisches  Desaster für London und ein schwerer Rückschlag für die EU bevor. "Auch Deutschland als große Exportnation muss mit massiven negativen Folgen rechnen, beispielsweise was die Arbeitsplätze nicht zuletzt im Maschinenbau betrifft." Zudem stehe das Vereinigte Königreich nun vor der politischen Spaltung. "Wales, Schottland, Nordirland sind EU-orientiert", sagte Krichbaum. "Das alles hat David Cameron mit seinem Referendum zu verantworten." Er befürchte zudem, "dass Dänemark und die Niederlande nun einen ähnlichen Weg wie Großbritannien gehen".